Programm 2022/23 [PDF]

Mo 16.01.2023
Weniger ist mehr – Verkehrs- und Freiraumplanung suffizient gedacht
18.00 – 19.30, Architekturforum Zürich

Weniger ist mehr – Verkehrs- und Freiraumplanung suffizient gedacht
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Barcelona, Gent aber auch Zürich: Strassenräume werden zu Erholungs- und Aufenthaltsflächen umgeplant. Verzichtbare Verkehrsflächen werden aufgehoben, um Verweil- und Grünflächen anzulegen sowie Bäume zu pflanzen. Damit wird unter anderem ein Beitrag zur Bewältigung des Klimawandels geleistet. Wir gehen noch einen Schritt weiter: Können wir Planende die Erstellung, den Betrieb und die Instandsetzung von Verkehrsflächen und Freiräumen deutlich ressourcenschonender planen? Können derartige Massnahmen ohne grosse Umbauten vermehrt aus dem Bestand konzipiert werden? Falls hierzu erforderlich, lassen sich unsere Ansprüche an Komfort, Nutzung und Gestaltungsqualität vereinfachen? Sind neue Baustandards denkbar, die deutlich kleinere bauliche Eingriffe auslösen würden?

Gäste  

  • Ulrike Huwer, Dr. Dipl. Ing. TU SVI, Leiterin Verkehr, Mobilität und Raum, Basler & Hofmann
  • Stefan Kessler, Dipl. Masch. Ing ETH, Bereichsleiter Energie und Klima, INFRAS AG
  • Stefan Kunz, Landschaftsarchitekt BSLA, Geschäftsführer Schweizer Heimatschutz, Kernteam Klimaoffensive Baukultur

Leitung  

  • Lisa di Lena, Verkehrsplanerin Metron Verkehrsplanung AG, MSc ETH Raumentwicklung und Infrastruktursysteme/SVI
  • Brigitte Nyffenegger, Landschaftsarchitektin SIA/BSLA und Partnerin Umland GmbH, Gestaltung städtischer und ländlicher Freiräume, Zürich, Dozentin Hochschule Ost

Mo 06.03.2023
Suffizienz im Bau
18.00 – 19.30, Architekturforum Zürich

Suffizienz im Bau
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Gerne werden Ersatzneubauten damit gerechtfertigt, dass die Wohnungen in Bestandsgebäuden nicht mehr den heutigen Ansprüchen genügen. Doch worin bestehen unsere Ansprüche? Lassen sich diese auch durch Um- und Weiterbauen befriedigen? Geht Suffizienz zwingend mit einem Verzicht auf Lebensqualität einher?

Suffizienz im Bauen kann etwa durch einen verringerten Flächenverbrauch, effiziente Grundrisse und ein Weiter- sowie Umbauen erreicht werden. Auch die Reduktion der Betriebsenergie und des Ressourcenverbrauchs sowie eine Erhöhung der Lebensdauer wie auch der Einbau von trennbaren Bauteilen tragen zu einem ressourcenschonenden Gebäude bei. Können Labels und gesetzliche Vorgaben dabei helfen, Suffizienz im Bauen zu fördern? Braucht es Verbote oder soll mit guten Beispielen vorangegangen werden?

Gäste  

  • Friederike Kluge, Mitgründerin «Countdown 2030» und Inhaberin «Alma Maki»
  • Jörg Lamster, Gründer und Geschäftsleiter «Durable Planung und Beratung» 
  • Sonja Flury, Architektin, Mitglied von ZAS* und Co-Präsidentin des Vereins «ProSaffa1958-Pavillon» 
  • Jens Knöpfel, selbständiger Architekt, Mitglied von ZAS* 

Leitung  

  • Joris Jehle, Berater, Autor und Fotograf, Zürich 
  • Mirjam Niemeyer, Architektin und Partnerin Helsinki Zürich Office GmbH, Zürich

Fr 24.03.2023
Ministudienreise: Besuch der «Ökominihäuser»
13.30 – 19.00

Ministudienreise: Besuch der «Ökominihäuser»
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Die Architektur setzt sich nicht erst seit der Klimadebatte des 21. Jahrhunderts mit der Nachhaltigkeit des Bauens und Wohnens auseinander. So sind Konzepte wie Erdhäuser oder tiny houses jahrzehnte- wenn nicht jahrhundertealt. Der Anspruch an das Wohnen ist hierbei vor allem auch mit dem Ziel verbunden, sich den lokalen, natürlichen Gegebenheiten unterzuordnen und die vorhandenen Ressourcen möglichst effizient zu nutzen. In der Schweiz findet man unterschiedlichste realisierte Beispiele suffizienter Wohnformen, die im Zuge des Nachhaltigkeitsdiskurses in immer breiteren Gesellschaftsschichten wahrgenommen werden. Im Rahmen der Ministudienreise zum Thema Suffizienz werden wir eine dieser Wohnformen vor Ort näher betrachten können.

Di 18.04.2023
Generalversammlung und Schlussveranstaltung: Suffizienz und (Stadt-)Planung
17.30 – 19.30, Architekturforum Zürich

Generalversammlung und Schlussveranstaltung: Suffizienz und (Stadt-)Planung
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Was bedeutet Suffizienz auf der Ebene der (Stadt-)Planung? Gibt es Planungen, die von der Maxime der Suffizienz geprägt sind, und wie sehen diese aus? Welche Rolle spielen dabei ökonomische Modelle? Welche soziologischen Aspekte werden berücksichtigt? Können unter der Maxime der Suffizienz ebenso positiv wahrgenommene Alltagswelten geschaffen werden wie bisher, oder fällt eine suffiziente (Stadt-)Planung gegenüber den bekannten Lebenswelten der Konsumgesellschaft qualitativ ab? Viele Fragen, zu denen man bei einer ersten Recherche kaum Antworten findet. Wir leiten diese Fragen weiter an Experten aus Stadtplanung, Ökonomie und Soziologie, die sich mit der Thematik bereits beschäftigt haben.

Gäste 

offen

Leitung  

  • Cornelia Alb, Dipl. Soziale Arbeit, ZHAW, MAS Gemeinde-, Stadt- und Regionalentwicklung, HSLU, Inhaberin albprojekte – raum mensch kultur, Zürich
  • Christian Blum, Städtebauer und Teilhaber Eckhaus AG, Zürich

Do 08.06.2023 - So 11.06.2023
Studienreise: Genua
(mit individueller Verlängerungsmöglichkeit)

Studienreise: Genua
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Genua ist nicht nur Hauptstadt der gleichnamigen Provinz sowie der Region Ligurien, sondern auch der südliche Kopf der grossen europäischen Nord-Süd-Transversale Nordsee-Mittelmeer. Die Stadt zählt ca. 600’000 Einwohner. Ihr Hafen ist der grösste Italiens und der zweitwichtigste Mittelmeerhafen Europas sowie der nächstgelegene Meereszugang für die Schweiz. Genua liegt zwischen den Hügeln des Apennins und dem Meer und erstreckt sich 35 km der Küste entlang mit einer durchschnittlichen Breite von 2 km. Sie verfügt deshalb nur über ein sehr begrenztes Ausdehnungspotential. Die Altstadt, eine der grössten Europas, liegt im Zentrum des Stadtsystems mit direktem Zugang zum Hafen und umgeben von der im 19. Jahrhundert auf den Hügeln errichteten Neustadt. In den letzten Jahren wurde stark in das Hafengebiet und die Altstadterneuerung investiert, wobei der Fokus auf Freizeit, Kultur und Tourismus lag. Renzo Piano legte einen Masterplan vor, der in der Zeitspanne von 2004 bis 2022 die Modernisierung und den Ausbau des Hafens vorsieht. Auf unserer Studienreise lernen wir die Strategien der Stadterneuerung sowie erste Erfahrungen der Neuentwicklung des Hafenareals kennen. Wir werden uns einen Einblick in ihren aktuellen Wandel und das Streben nach einer aussichtsreichen Zukunft verschaffen.

Leitung  

  • Cornelia Alb, Dipl. Soziale Arbeit, ZHAW, MAS Gemeinde-, Stadt- und Regionalentwicklung, HSLU, Inhaberin albprojekte – raum mensch kultur, Zürich, in Zusammenarbeit mit weiteren Fachpersonen

Vergangene Veranstaltungen 2022/23

Mo 28.11.2022
Suffizienz – Erforderliches Ziel oder unbegründete Zwängerei?
18:00 – 19:30, Architekturforum Zürich

Suffizienz – Erforderliches Ziel oder unbegründete Zwängerei?
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Um die globalen Klimaziele zu erreichen, hat sich die Schweiz verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 50 % gegenüber 1990 zu senken. Die Stadt Zürich will bis 2040 klimaneutral werden. Doch wie lassen sich diese Ziele erreichen? Genügt die Implementierung effizienterer Technologien oder müssen wir auch ressourcenschonender produzieren und leben? Wir wollen klären, was der Begriff Suffizienz überhaupt bedeutet und welche Aspekte er beinhaltet. Wir diskutieren, welche Suffizienzpotentiale in Wirtschaft und Gesellschaft vorhanden sind und welche Vor- und Nachteile ein genügsames Wirtschaften und Leben mit sich bringen kann. Schliesslich stellen wir uns die Frage, welches Mass an suffizientem Verhalten angemessen beziehungsweise erforderlich erscheint.

Gäste 

  • Dr. Annette Jenny, Sozialpsychologin und Dozentin Nachhaltigkeitstransformation am Zentrum Natürliche Ressourcen (ZHAW)
  • Prof. Dr. Irmi Seidl, Ökonomin und Leiterin der Forschungseinheit Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der WSL
  • Dr. sc. nat. ETH, dipl. phys. ETH Peter de Haan, Leiter Geschäftsbereich Ressourcen, Energie + Klima, EBP Schweiz AG sowie Dozent an der ETH

Leitung 

  • Dr. Marco Koletsis, Rechtsanwalt, Fachanwalt SAV Planungs- und Baurecht, Zürich
  • Andrea Weber, MSc ETH Raumentwicklung und Infrastruktursysteme, Projektleiterin Stadtplanung Dübendorf