Programm 2026 / 27
Di 24.11.2026
Zwischen Freiheit und Kommerz – Brachen im Kontext
18.30 – 20.00, Architekturforum Zürich

Klybeck, Hardturm, Attisholz – auch auf solchen Arealen wird weitergebaut. Trotz unterschiedlichster Vorgeschichte haben diese Gebiete eine Gemeinsamkeit: Sie sollen in den kommenden Jahrzehnten zu Wohn- und Gewerbegebieten entwickelt werden. In der Zwischenzeit gedeiht auf diesen Flächen ein eigener Mikrokosmos, der sich auf vielfältige Weise entfaltet und bespielt wird. Die angestrebte Verdichtung führt meist zur Aufhebung der zwischenzeitlich gewachsenen, meist kommerzfreien Nutzungsformen. Im Rahmen dieser Veranstaltung sollen unter anderem folgende Fragen beleuchtet werden: Welche sozialen, aber auch ökonomischen Werte weisen Brachen auf? Soll es dauerhaft Orte geben, die als Brachen genutzt werden können?
Gäste
Gäste offen
Leitung
Nikola Haefeli, Volkswirt und Senior Transaction Manager
Brigitte Nyffenegger, Landschaftsarchitektin SIA/BSLA und Partnerin Umland GmbH, Gestaltung städtischer und ländlicher Freiräume, Dozentin Hochschule Ost
Di 19.01.2027
Zwischen den Knoten – wo das Netz nicht hinreicht
18.30 – 20.00, Architekturforum Zürich

Der öffentliche Verkehr soll das Rückgrat einer verdichteten Siedlungsentwicklung bilden. Doch das Netz trägt nicht überall gleich: Leistungsfähig verbindet es vor allem die grossen Knoten. Während sich Entwicklung, Angebote und Frequenzen dort konzentrieren, drohen kleinere Orte und Zwischenräume an Bedeutung zu verlieren. Es braucht neue Mikrozentren und lokale Angebote, damit der Alltag auch ohne permanente Mobilität funktioniert. Wie verändert diese Entwicklung unsere Siedlungsstruktur? Welche Folgen hat sie für kleinere Zentren und das soziale Leben vor Ort? Wie wirkt sich dies auf Begegnung, gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion aus? Und wie müssen Verkehrs- und Raumplanung zusammenspielen, damit Verdichtung nicht Konzentration bedeutet, sondern ein Netz vielfältiger, gut erreichbarer Orte entstehen lässt?
Gäste
Selina Egger, PhD, Wissenschaftliche Mitarbeiterin ZHAW, Postdoktorandin HESAV, Leiterin MAS Ergotherapie, engagiert in verschiedenen Projekten zur Partizipation und Mobilität von Menschen mit Behinderungen
Pascal Kern, Bauingenieur ETH, Leiter Neue Mobilität, Amt für Mobilität Kanton Zürich
Marcel Muri, Dipl. Architekt ETH, Partner und Inhaber NOKEMA GmbH, Gutenswil
Leitung
Cornelia Alb, Dipl. Soziale Arbeit, MAS Gemeinde-, Stadt- und Regionalentwicklung, albprojekte – raum mensch kultur, Zürich
Luca Urbani, Dr. dipl. Ing. SVI, Verkehrsplaner und Partner IBV – Hüsler AG, Zürich
Di 02.03.2027
Begegnung ohne Begegnungszwang
18.30 – 20.00, Architekturforum Zürich

Wie entstehen soziale Zwischenräume? Nachbarschaft entsteht nicht nur in Gemeinschaftsräumen oder bei organisierten Aktivitäten. Oft sind es die beiläufigen Begegnungen im Alltag, die Vertrautheit schaffen: vor dem Hauseingang, im Treppenhaus, auf dem Weg zum Briefkasten, in der Waschküche oder im siedlungsnahen Freiraum.
Doch wie müssen Wohnbauten und Siedlungen gestaltet sein, damit solche unverhofften Kontakte möglich werden, ohne Begegnung zu erzwingen?
Unsere Gäste bringen Antworten mit zu den räumlichen, gestalterischen und sozialen Voraussetzungen für niederschwellige Begegnung und gelebte Nachbarschaft. Sie erläutern die Übergänge zwischen privat und gemeinschaftlich, die Wege, die Schwellen und Aufenthaltsorte und beleuchten das Mass zwischen Nähe und Distanz.
Gäste
Eveline Althaus, Sozialwissenschaftlerin
Dominik Bueckers, Dipl. Architekt, Partner Studio Vulkan Landschaftsarchitektur, Zürich
Weitere Gäste angefragt
Leitung
Cornelia Alb, Dipl. Soziale Arbeit, MAS Gemeinde-, Stadt- und Regionalentwicklung, albprojekte – raum mensch kultur, Zürich
Brigitte Nyffenegger, Landschaftsarchitektin SIA/BSLA und Partnerin Umland GmbH, Gestaltung städtischer und ländlicher Freiräume, Dozentin Hochschule Ost
Di 13.04.2027
Zwischenräume im Wohnungsbau – von Schaltzimmern und Orten der Gemeinschaft
18.30 – 20.00, Architekturforum Zürich

Damit Wohnbauten über Nutzungszyklen hinweg möglichst flexibel nutzbar bleiben und das nachbarschaftliche Miteinander gefördert wird, werden – besonders im genossenschaftlichen Wohnungsbau – umprogrammierbare Räume als Werkzeug eingesetzt. Wir möchten im Rahmen dieser Veranstaltung vertieft über Zwischenräume im Wohnungsbau diskutieren und deren Potenziale erkunden. Sind solche Räume das Wundermittel der Nutzungsflexibilität oder bleibt das Zuschalten zu verschiedenen Wohnungen doch nur Theorie? Welche Arten von Schalt-, Joker- und weiteren Raumangeboten gibt es? Warum entscheiden sich Bauherrschaften für solche Räume? Welche Mehrwerte entstehen für eine Überbauung durch die Integration solcher privater Zwischenräume?
Gäste
Felix Krüttli, Studio DIA
Tino Schlinzig, ETH Wohnforum
Reto Tischhauser, Genossenschaft Kalkbreite
Leitung
Mirjam Niemeyer, Architektin ETH SIA, Partnerin Helsinki Zürich Office Architektur und Städtebau, Dozentin ZHAW
Ina Stammberger, Managerin Wüest Partner AG, Zürich
